Herzen im Schatten
Erstes Bild der ersten Geschichte:
Über welches Alter sprichst du?
Über jenes, das durch die Hände glitt,
wie Wasser — ungreifbar, unwiederbringlich,
hinterlässt nur Länder der Sehnsucht.
Oder über eine Zeit, die den Schatten fürchtete,
wie der Tag, und sich dem Traurigen ergab?
Sie fließt mit uns, doch gehört uns nicht,
wie ein Traum, der uns bewohnt und in Stöhnen verschwindet.
Fragst du: In welchem Alter treffen wir uns?
In unserem gekreuzigten Alter, über die Vorübergehenden hinweg?
Das, das uns verließ, ließ die Liebe zurück
in Bildern, die sich in der Erinnerung umarmen.
Wir besuchen sie jede Nacht, jeden Abend,
als grüßten wir die Überreste der Träumenden.
Oder über eine Zeit, die noch nicht geboren ist,
im pulsierenden Schoß der Erwartung, durchdrungen vom Jasmin?
Sie wächst, wenn deine Augen sich einen Moment nähern,
und sie fließt über, wenn die Atemzüge der Sehnsucht wehen.
Über unser gegenwärtiges Alter — hier, in diesem Moment,
wird das Leben zum Leben der Liebenden,
wenn unsere Geister zu einem Licht verschmelzen
und wir die Welt mit den Augen der Träumenden sehen.
Diese Zeit ist die wahre,
gemessen am Herzschlag zwischen zwei Herzen,
nicht an alten Kalendern, nicht an den stillen Donnern der Jahre.
Ein Alter, geboren aus Aufrichtigkeit und Staunen,
wie das Gebet des Lichts in zwei Augen.
Seit unserem Treffen — glaub mir —
endete das Zusammentreffen nie,
die Sehnsucht verlöschte nicht.
Am fernen Horizont ruft noch immer unser Echo,
lädt zu einem Morgen ein,
das die Liebenden verabredet.
Lass uns leben, als wären wir zurückgekehrt,
Licht auf dem Pfad des kommenden Traums.

Denn das Alter — wahrlich — fanden wir nicht in der Liebe,
sondern im Versprechen: Wir treffen uns, auch nach Zeit.
Über welches Alter sprichst du?
Das, das durch unsere Hände glitt wie Wasser,
unfassbar, unwiederbringlich,
hinterlässt nur ein blasses Licht der Sehnsucht?
Oder jenes, das uns wie ein leichter Schatten streifte,
das Herz berührte, bevor wir es bemerkten,
hinterließ Bilder wie schwache Sterne im Himmel der Seele?
Fragst du nach dem Alter, das uns verließ,
das den Schweigenden wie das Meer ausbreitete,
die Bilder zwischen Nacht und Tag hängen ließ,
die wir still besuchen, als grüßten wir die Überreste der Träumenden?
Oder nach dem Alter, das noch nicht geboren ist,
doch in der Begegnung erblüht,
wenn unsere Blicke sich treffen
und die Seelen erkennen: Das Leben beginnt erst jetzt,
mit uns, hier, in dieser einzigen, reinen, brennenden Stunde.
Dieses Alter misst sich nicht in Tagen oder Jahren,
sondern im Puls, der zwei Herzen eint,
im ersten Staunen, wenn Liebende begreifen,
dass nur der Moment die Zeit formt,
dass Liebe aus Erwartung Licht schafft,
und aus Begegnung ein vollständiges Leben.
Seit diesem Augenblick endet kein Treffen,
verblasst keine Sehnsucht.
Unser Ruf hallt am fernen Horizont,
lädt ein zu einem Morgen,
das Licht der Liebenden trägt.
Hier zählt keine Uhr, kein Kalender,
nur wir, eine Seele, ein Puls,
Augen, die wissen: Wir sind zusammen geboren.
Jeder Blick wird zur Geburt,
jedes Lachen breitet Flügel im Himmel,
jede leise Berührung weht wie der Wind
und pflanzt einen ewigen Traum ins Herz.
Die Nacht flüstert unsere Namen,
die Sterne schlagen Flügel,
der Wind streichelt die Blumen,
Vergangenheit und Zukunft verschmelzen
in einem einzigen, reinen, flammenden Moment,
als sei die ganze Welt hinter uns,
und die Zeit gehört uns allein.
Liebe kennt kein Maß, keine Furcht,
sie bleibt ewig an einem Ort,
den keine Hand berührt, keine Stunde misst,
zwischen zwei Seelen, wo Vergangenheit auf Zukunft trifft,
wo Trauer vergeht und Sehnsucht neu geboren wird.
Das ist unser wahres Alter:
Ein Augenblick, rein, voller Liebe, brennend,
geboren in dem Versprechen: Wir treffen uns,
auch nach Zeit…
Und seitdem, jedes Wiedersehen: neu geboren,
wie Licht, das niemals erlischt,
wie ein Traum, der uns durchströmt
und uns mehr leben, mehr lieben, mehr verstehen lässt,
dass nur gemeinsam der wahre Zeitgeist entsteht.
Hier, wo das Licht einer Seele verschmilzt,
und die Augen die Welt der Träumenden sehen,
ist das Alter kein Datum, keine Stunde,
sondern jeder Moment, in Liebe gelebt,
jeder Herzschlag, der Leben zählt,
jede Begegnung, die das Universum neu erschafft.
So bleibt das Alter immer gegenwärtig,
wenn wir uns treffen, wenn wir lieben,
wenn wir erkennen: Nur das Treffen schafft Zeit,
und nur gemeinsam werden wir immer wieder neu geboren.
…
Zweite Szene der ersten Geschichte: Ich glaubte ihr
Ich glaubte ihr.
Ich glaubte mir selbst, als ich sie fand.
Ich glaubte ihrem Herzen,
so wie der Liebende dem Wind glaubt,
wenn er zwischen seinen Fingern streicht,
wie der Tau dem Morgen glaubt,
wenn er die Blätter berührt.
Wie Wasser, das durch die Hände fließt —
unfassbar, doch jedes Mal
ein Abdruck auf der Haut der Seele.
Ihr Lachen …
es schlich sich in mich,
wie ein kalter Morgenhauch,
der jedem Ding zuflüstert:
„Das ist ihr Lächeln,
das ist das Leben, das sie dir schenkt.“
Ich wurde ein Teil von ihr,
und sie ein Teil von mir.
Wir gingen — ohne Grenzen,
ohne Gestern,
ohne Morgen.
Ihre Augen …
ein stilles Meer,
voll Geheimnisse,
die nur jene erkennen,
die zu tauchen wagen.
Ein Kommen und Gehen aus Sehnsucht,
Wellen, unberührt von Füßen,
und hinter einem Lächeln verborgen —
wie Sonne hinter Wolken.
Meine Seele versank in ihrem Licht,
ohne Widerstand, ohne Frage,
wie die Nacht,
die sich vor den Sternen verneigt,
wie ein Traum,
den nichts zu wecken vermag.
Und ihr Lächeln …
ein Schimmer der Sonne durch den Nebel,
ein Flüstern, das das Leben fortsetzt.
Ich hörte es, bevor sie lachte,
fühlte es, bevor es erschien.
Und alles um uns schwieg —
aus Achtung vor dem Schweigen zwischen uns,
als wüsste die Welt,
dass hier ein Geheimnis ruht,
das niemand zu benennen wagt.
Ich höre dein Herz
Ich höre dein Herz,
es ruft ihren Namen — laut,
auch wenn du schweigst.
Ich höre sie im Wind,
sehe ihr Lächeln im Zittern der Blätter,
fühle sie in jeder Bewegung,
in jedem Flüstern,
im Schatten der Nacht.
Das Wasser antwortet mit seinem Klang:
„Ich spiegle ihr Gesicht,
jede Welle trägt dein Herz mit sich,
auch wenn sie fern ist —
sie bleibt hier.“
Ich sah sie,
lebte sie im Spiegel des Wassers,
im Regen,
in der kleinen Pfütze vor mir.
Ich bewahrte sie,
wie das Meer die Perle bewahrt —
ein ewiges Geheimnis,
das niemand ausspricht.
Ich glaubte an sie,
mit allem, was in mir brennt,
mit jeder Demut vor der Liebe.
Ich dachte, sie trug mein Herz,
wie ich das ihre,
und wir lebten unsere Stunden
wie Wolken über dem Meer —
still, grenzenlos,
ein Geheimnis, das nur wir sahen.
Deine Liebe ist still
Deine Liebe ist still,
und doch gegenwärtig.
Ja — gegenwärtig trotz aller Fesseln,
trotz des Schmerzes,
trotz des Unmöglichen.
Fesseln des Lebens,
Fesseln der Tage,
Fesseln des „Es geht nicht“ —
und doch liebte ich sie ohne Bedingung,
ohne Grenzen,
ohne Angst.
Ich lernte, dass wahre Liebe
nicht immer vollkommen sein muss,
dass sie manchmal still,
ehrlich, gegenwärtig ist,
trotz aller Fesseln,
trotz des Schmerzes.
Jeder Duft, jede Farbe trägt ihre Erinnerung,
jede Blüte flüstert ihren Namen.
Ich sah ihr Lächeln in jeder Blume,
hörte das Echo ihres Lachens im Rascheln der Blätter,
fühlte sie in jeder Brise auf meinem Gesicht.
Vervollständigt sich Liebe?
Vervollständigt sich Liebe?
Manchmal ist sie nur dieses Gefühl …
Dieses Schweigen zwischen meinem Herz und ihrem,
dieser Herzschlag, der beweist, dass wir Liebende sind,
selbst wenn Liebe nur eine Illusion ist —
die Illusion der Wirklichkeit.
Wie viele unserer Momente waren Illusion?
Wie oft war ihr Lächeln gebunden,
wie oft versank mein Herz im Trug der Freude?
Ich gab ihr alles von meiner Aufrichtigkeit,
und dachte, Liebe allein würde genügen.
Wahre Liebe bleibt … trotz Fesseln, trotz Schmerz.
Ja, sie bleibt im Herzen,
in jeder Brise,
in jedem Spiegelbild,
in jedem Schatten,
sie bleibt, auch wenn wir nicht zusammen sind.
Unsere Geschichte —
eine ehrliche Liebe,
ein schmerzlicher Trug,
eine Freiheit, die nie Wirklichkeit wurde.
Doch sie lehrte mich die Bedeutung der Liebe,
die Geduld des Wartens,
die Geduld des Herzens,
zu lieben, ohne zu besitzen,
zu glauben, ohne zu besitzen,
den Traum zu bewahren,
auch wenn er nie uns gehörte.
Sie liebte mich
Sie liebte mich …
Ich spürte ihr verborgenes Herzklopfen,
ihre Worte, die wie ein Hauch
über Herbstblätter glitten,
in meine Brust drangen,
bevor sie mich erreichten –
als kenne sie mein Herz,
bevor ich es selbst kannte.
Doch sie war gefangen.
In Ketten, die man nicht berührt,
in Fesseln, die nur die Seele sieht.
Von schweren Umständen ummauert,
wie Winterwolken,
die den Himmel verschließen.
Die Welt hatte ihre Türen vor ihr verriegelt,
und nur der Wind hätte sie öffnen können.
Aber der Wind war nicht für uns.
Er kam nie zu uns.
Ich sah sie –
eine Blume im engen Topf,
aufblickend zur Sonne,
nach Luft, nach Freiheit sehnend.
Doch die Mauern der Wirklichkeit
hielten sie fest,
sperrten ihren Duft, ihr Wesen ein.
Ich versuchte, durch Risse zu dringen,
meinen Atem zu ihr zu senden,
sie zu berühren –
zu befreien,
wenigstens ein wenig.
Ich fühlte sie.
Ich fühlte ihr Leben in diesem Gefängnis.
Ja, ich fühlte sie. Ich liebte sie.
Ich wusste, dass die Freiheit nicht uns gehörte.
Aber meine Liebe blieb –
wie ein Windhauch zwischen Gittern,
wie ein Schatten,
der versucht, durch die Mauern des Schweigens zu gehen.
Die Nacht Zeugin
Die Nacht sieht zu …
Sie fließt zwischen den Bäumen,
umschlingt den Balkon,
berührt mein Gesicht,
und jeder Schatten fragt mich:
„Du liebst sie … aber befreist du sie?“
Ich antworte im Schweigen:
„Ich weiß, ich bin machtlos,
aber mein Herz ist bei ihr …
auch wenn sie gefangen bleibt,
auch wenn sie die Sonne nie erreicht,
auch wenn die Liebe nur ein Hauch zwischen verschlossenen Mauern ist …“
Die Blume …
ich fühle, dass sie weiß, mein Herz ist bei ihr,
dass ich ihren Namen atme, morgens und abends,
dass jeder Moment mit ihr ein Stück ihrer Freiheit ist,
die mir fehlt.
Das Wasser im kleinen Teich flüstert:
„Dein Spiegelbild trägt sie,
jede Welle flüstert ihren Namen,
selbst wenn sie fern bleibt,
ich bewahre sie in meinem Herzen.“
Ja … jede Reflexion,
jeder Herzschlag,
jede Welle,
jede Träne,
jedes Flüstern,
trägt sie zu mir,
wie der Fluss kleine Kiesel zwischen den Fingern trägt.
Liebe, die nie voll frei war,
aber immer gegenwärtig.
Der Wind zieht zwischen den Bäumen:
Alles, was du versuchst, alles, was du wünschst …
Ich weiß, alles sucht die Freiheit,
auch wenn es machtlos bleibt.
Ich liebte sie ohne Bedingungen,
ohne Grenzen, ohne Erwartung,
ich lernte, dass wahre Liebe still, ehrlich, präsent ist,
auch wenn sie hinter verschlossenen Mauern bleibt.
Die Blumen flüstern seinen Namen
Die Blumen flüstern seinen Namen:
in jeder Farbe,
in jedem Duft, in jedem Blatt.
Ich sah ihr Lächeln,
hörte das Echo ihres Lachens,
fühlte sie wie den Wind,
wie das Mondlicht,
wie den Regen.
Die Sterne blinzeln, fragen still:
„Muss Liebe verwirklicht werden?“
Manchmal … reicht es, sie so zu lieben,
still zu tragen,
im Traum zu leben,
mit jedem Atemzug zu spüren.
Und ich …
bewahre sie in meinem Herzen,
liebe sie wie die Nacht die Sterne liebt,
wie die dürstende Erde den Regen,
wie der Wind die Blumen liebt.
Auch wenn sie nicht frei ist,
auch wenn Liebe nur eine Illusion bleibt …
Unsere Geschichte …
eine ehrliche Liebe,
ein schmerzlicher Trug,
eine Freiheit, die nie Wirklichkeit wurde.
Doch sie lehrte uns, was wahre Liebe bedeutet,
die Geduld des Wartens,
die Geduld des Herzens,
zu lieben, ohne zu besitzen,
zu glauben, ohne zu besitzen,
den Traum zu bewahren,
auch wenn er nie uns gehörte.
Ich glaubte an die Liebe
Ich glaubte an die Liebe …
Ich glaubte, wir würden den Moment leben, wie er sein sollte,
zusammen atmen, lachen,
zwischen Nacht und Tag,
zwischen unserem Traum und der Illusion der Welt.
Ich dachte, jede Sekunde mit ihr reiche,
als hätte uns die Zeit das Recht gegeben,
sie mit Leidenschaft und Wärme zu füllen.
Doch die Wirklichkeit …
war härter als jede Illusion,
tiefer als jedes Versprechen.
Glaubst du, Liebe allein genügt?
Ja … ich glaubte,
nicht nur dass sie genügte,
ich legte jeden Traum, jede Aufrichtigkeit meines Herzens
auf den Tisch jedes Abends,
und hoffte, die Liebe würde ihren Weg finden,
egal welche Fesseln uns hielten.
Aber die Realität zog schwere Mauern vor uns,
ließ dem Traum keinen Raum,
der Freude keinen Platz.
Sie liebte mich …
ja, ich spürte sie in jedem stillen Herzschlag,
in jedem unausgesprochenen Wort,
in jedem Lächeln, das mein Herz erreichte,
noch bevor es vor meinem Gesicht erschien.
Doch das Leben erlaubte ihr nicht, frei zu wählen,
ihr Herz nicht so fließen zu lassen, wie es wollte.
Alles war gefangen … alles begrenzt.
Ja …
ich gab ihr alles, was in mir war,
jede Aufrichtigkeit, jeden Traum,
und glaubte, Liebe allein sei genug.
Doch Liebe kann Fesseln nicht brechen,
kann nicht befreien von den Umständen des Lebens.
Die Nacht umhüllt dich mit ihrem Schweigen …
fragt: „Hast du einen Weg gefunden?“
Der Weg ist verschlossen … kein Entkommen …
Die Liebe füllt mein Herz,
doch nicht unser Leben,
bleibt zwischen uns wie ein Flüstern, das niemand hört.
Und die Blumen auf dem Balkon flüstern leise:
„Etwas hält dich zurück, etwas tiefer als jede Sicherheit …“
Ich sah es, ich spürte es …
Ich fühlte meine Begrenzung
Ich fühlte, dass meine Gegenwart bei ihr begrenzt war,
wie eine Blume im Käfig,
und ich ein Windhauch, der versucht, sie zu berühren.
Doch die Mauern waren fest,
die Fesseln ließen keine Luft hindurch.
Die Sterne funkelten und flüsterten still:
„Liebe … manchmal gibt es keinen Raum für Freiheit.“
Ja … ich liebte sie trotz aller Grenzen,
bewahrte sie in meinem Herzen,
wie die Nacht das Schweigen der Schatten bewahrt,
wie die dürstende Erde sich am Regen freut,
wie das Schweigen ein tiefes Geheimnis hütet.
Unsere Geschichte …
war eine ehrliche Liebe,
ein Traum in einer Welt, die uns einschränkte,
ein Herzschlag im Puls der Zeit.
Sie lehrte uns, dass Liebe allein genügen kann,
auch wenn Freiheit immer Teil der Szene ist,
und dass das Herz genug hat, zu fühlen,
auch wenn es nie erreicht …
Wie sehr tat das weh …
Wie sehr schmerzten die Momente,
in denen ich sie lächeln sah,
während mein Herz in einer Illusion von Glück ertrank,
als ob alles um mich schreien würde vor Freude,
während ich wusste,
dass ihr Lächeln gebunden war,
dass ihr Herz nicht frei war, wie ich glaubte.
Zwischen Wirklichkeit und Traum
Ich lebte zwischen Wirklichkeit und Traum …
zwischen dem, was ich wünschte, und dem, was war,
zwischen Liebe, der ihr Recht verweigert wurde,
und einem Herz, das seine Freiheit nicht fand.
Hast du es nicht gespürt?
Wusstest du nicht, dass jedes Lächeln nie ganz dir gehörte?
Ja … ich spürte es …
jeder Moment war ein Traum, der meine Finger streifte,
dann verschwand,
hinter Mauern, die nie geöffnet wurden.
Der Wind umarmte mich sanft:
„Geduld … Geduld …“
Ich lernte …
dass wahre Liebe nicht im Treffen liegt,
nicht in Versprechen,
nicht allein im Wünschen des Herzens.
Sondern im Aushalten des Schmerzes,
in der Fähigkeit zu verstehen,
in der Barmherzigkeit gegenüber dem Herzen,
das nur das besitzt, was ihm gegeben ist.
Die Sterne funkelten wie kleine Augen,
die mich still fragten:
„Hast du genug geliebt?“
Ich liebte …
liebte bis an die Grenze des Schmerzes, mit ihr, für sie,
liebte, bis ich erkannte,
dass Liebe manchmal still ist,
auch wenn sie in einem Herz bleibt,
das nicht frei ist.
Die Blumen auf dem Balkon flüsterten:
„Jeder Moment des Schmerzes war eine Lektion …“
Ja … jeder Moment des Schmerzes,
jedes gebundene Lächeln, jedes nicht befreite Herz,
lehrte mich die Bedeutung von Barmherzigkeit,
die Bedeutung wahrer Liebe.
Lehrte mich, dass Liebe still sein kann,
und dennoch gegenwärtig,
trotz Fesseln,
trotz Schmerz,
trotz allem Unmöglichen.
Zwischen Nacht, Wind und Schatten
Ich sitze hier, zwischen Nacht, Wind und Schatten,
wiederhole jedes Lächeln,
jeden Moment, jeden Herzschlag,
bewahre sie in meinem Herzen wie einen stillen Schatz,
wie eine Blume im engen Topf,
wie einen Traum, der zwischen den Mauern vorbeizieht,
ohne sie zu berühren.
Und das lehrte mich, dass wahre Liebe …
nicht darin liegt, den Geliebten zu besitzen,
nicht in absoluter Freiheit,
sondern in Aufrichtigkeit des Herzens,
in Geduld,
in Barmherzigkeit,
in der Fähigkeit, ohne Bedingungen zu lieben.
Die Nacht zieht schwer vorüber …
die Sterne beobachten uns schweigend,
der Wind flüstert unsere Namen,
als kenne er die ganze Geschichte,
als wollte er sagen:
„Liebe ist tiefer als jede Fessel,
und am schönsten, wenn sie trotz des Unmöglichen ehrlich ist …“
Ich sah ihr Bild in jedem Schatten,
im Spiegel des Wassers, in jedem Sternenstrahl über meinem Fenster,
im Flüstern des Windes, der mein Gesicht berührt …
Als wäre sie in allem präsent,
selbst in dem, was wir nie berührten,
selbst im Schweigen, das uns umgibt.
Ich lebte sie in der Illusion
Ich lebte sie in der Illusion …
bewahrte sie in meinem Herzen wie ein Fischer einen kleinen Fisch in der Hand,
wissend, dass er zurück ins Meer muss, früher oder später.
Ich hielt sie zwischen meinen Fingern,
aber ich fürchtete, sie zu verlieren,
aus meiner Hand,
zwischen den Herzschlägen,
zwischen der Stille der Nacht,
zwischen den Flüstern des Windes.
Jeder Schatten, jedes Spiegelbild,
jeder Stern erzählte mir:
„Versuche nicht, sie zu besitzen …
Liebe genügt manchmal, einfach zu sein,
auch wenn sie nur eine Illusion ist,
auch wenn sie fern bleibt,
auch wenn sie nur in deinem Herzen lebt …“
Und der Wind flüsterte erneut:
Alles wird vorüberziehen … wie jeder Moment …
wie jeder Traum endet …
Ja … in jedem Augenblick,
in jeder Illusion,
in jedem Gefühl,
bemühte ich mich, sie festzuhalten …
um sie zu bewahren,
um sie still zu atmen,
und zu wissen, dass trotz Entfernung und Fesseln,
trotz der Grenzen, die uns das vollständige Treffen verwehren,
die Liebe präsent bleibt,
ehrlich, lebendig, in allem um mich herum …
Das Wasser spiegelt ihr Bild
Das Wasser spiegelte ihr Bild,
als würde die ganze Zeit sie mir wiederholen …
Ich sah sie,
lebte sie,
träumte von ihr und bewahrte sie,
wie die Nacht die Sterne bewahrt,
wie das Meer seine Wellen umspielt,
wie das Herz sich der Liebe zuwendet, die es nicht besitzen kann …

Es war eine Liebe, der ihre Freiheit verwehrt war …
Und die Wahrheit war bitter,
doch sie lehrte mich, die Liebe aufrichtig zu sein,
selbst wenn sie nur eine Illusion ist,
den Herzschlag zu schätzen,
der von einem Herzen kommt, das nicht fließen kann, wie es will …
Jeden Tag … jeden Moment …
entdeckte ich in ihrem Lächeln etwas, das ich zuvor nicht gesehen hatte,
in ihrer Träne etwas, das viele Worte verbarg,
in ihrem Schweigen etwas Größeres als jedes Gespräch,
in ihrem Wort den Widerhall einer Seele, die ich nicht befreien kann …
Sie war wirklich geliebt …
aber gefangen …
zwischen ihrem Wunsch und einer Welt, die ihr keine Wahl lässt,
zwischen ihrem Traum und den Mauern der Realität,
zwischen dem, was ihre Seele begehrt, und dem, was das Leben ihr aufzwingt …
Siehst du die Fesseln? Spürst du die Distanz zwischen euch?
Ja … ich spüre sie …
spüre sie in jedem Herzschlag,
in jedem Lächeln, in jeder Träne,
und erkenne, dass Liebe hier nicht im Besitz liegt,
sondern im Verstehen,
im Schätzen ihres Herzschlags,
im Geduldig-Sein für ihre Existenz, so wie sie ist …
Die Schatten auf der Erde wiegen sich
Die Schatten auf der Erde wiegen sich:
reicht das?
Ja … es reicht, sie im Herzen zu bewahren,
in jedem Spiegelbild,
in jedem Mondlicht,
in jedem Hauch des Windes.
Ihr alles ehrlich zu geben, ohne sie zu besitzen,
für sie und mit ihr präsent zu sein,
trotz aller Fesseln präsent,
trotz allen Schmerzes präsent,
trotz allem Unmöglichen präsent …
Das Wasser im kleinen Teich spiegelt ihr Bild:
jede Reflexion,
jede Illusion,
jeder Moment lehrt mich,
dass wahre Liebe nicht im Besitz liegt,
sondern darin, sie aufrichtig zu lieben,
still zu bewahren,
wie die Sterne ihren Glanz bewahren,
wie die Wellen ihre Reihenfolge bewahren,
wie das Herz weiterschlägt, ohne überzulaufen …
Die Blumen bewegen sich leicht im Wind:
Wahre Liebe genügt manchmal, einfach präsent zu sein,
auch wenn sie gefesselt bleibt,
auch wenn sie fern bleibt,
auch wenn sie nur eine Illusion zwischen den Mauern der Realität ist …
Ich liebte sie weiterhin …
tiefer als jedes Treffen,
mehr als jedes Versprechen …
Ich erkannte, dass tiefste, ehrlichste Liebe
nicht notwendigerweise vollständig sein muss,
sondern im Herzen präsent,
trotz Fesseln,
trotz Schmerz, trotz Illusion …
Ich liebte sie wie Regen die dürstende Erde
Ich liebte sie wie Regen die dürstende Erde,
wie der Wind die Blumen liebt,
wie die Nacht die Sterne liebt,
als würde alles um mich ihren Namen atmen,
als würden jede Regentropfe, jede Bewegung des Windes, jeder Sternenschein
sie zu mir tragen, mich an sie erinnern …
Und die Liebe erfüllte mein Herz …
selbst wissend, dass ich sie nicht befreien kann,
selbst lebend, schwebend zwischen Traum und Wirklichkeit,
zwischen dem, was ich mir wünschte, und dem, was war,
zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen …
Die Nacht flüsterte mir ins Ohr:
„Reicht diese Liebe?“
— Ja … es reicht, dass sie präsent ist,
es reicht, sie im Herzen zu fühlen,
es reicht, jede Pulsation,
jede leise Berührung,
jede Spiegelung des Regens auf der Erde zu spüren,
jeden Schatten, jede Bewegung des Windes,
jeden Stern, der fern funkelt …
Und alles um mich herum bezeugt:
wahre Liebe …
liegt nicht im Besitz des Geliebten,
nicht im vollständigen Treffen,
nicht im Erfüllen aller Wünsche,
sondern in Aufrichtigkeit, Wertschätzung, Empfinden,
selbst wenn die Liebe gefangen bleibt, selbst wenn sie fern bleibt …
Ich stand hier, zwischen Regen, Wind, Nacht und Sternen,
bewahrte sie,
liebte sie,
träumte von ihr, gab ihr mein Herz,
und wusste, dass trotz aller Fesseln und Grenzen
die Liebe präsent bleibt … lebendig … aufrichtig … unvergänglich …
Der Wind zieht durch die Bäume
Der Wind zieht durch die Bäume …
streicht über die Blumen,
bringt ihre Bilder zu mir zurück,
als wollte er mir mit leiser Stimme sagen:
„Sie ist präsent, auch wenn sie fern ist,
sie ist hier … immer hier … in deinem Herzen …“
Ich hörte ihre Stimme im Rascheln der Blätter,
im Plätschern des Wassers zwischen den kleinen Steinen,
in den Schritten des Windes, der durch die Mauern des Zimmers schleicht,
in allem um mich herum …
Alles erinnert mich an sie, an ihre aufrichtige, gefesselte Liebe,
an ihre Wahrheit, verborgen hinter den Fesseln des Lebens …
Ich bewahrte sie in meinem Herzen,
wie die Nacht ihr Schweigen bewahrt,
wie das Meer seine Wellen bewahrt,
wie der Regen seine Tropfen zwischen Himmel und Erde bewahrt …
Und jede Bewegung des Windes, jede Spiegelung, jeder Schatten
erzählt mir etwas über ihr Herz, ihre Fesseln, ihre verlorene Freiheit,
und dass Liebe manchmal vollständig präsent sein kann,
selbst wenn sie unvollständig bleibt,
selbst wenn sie zwischen Mauern gefangen ist, die nicht zu durchbrechen sind …
Die Blumen wiegen sich,
als wüssten sie das Geheimnis meines Herzens:
Ja … ich liebte sie …
liebte sie wie die Nacht die Sterne,
wie der Regen die dürstende Erde,
wie der Wind die Blumen liebt,
selbst wenn sie fern blieb … selbst wenn ihre Liebe gefangen war …
Ich bewahrte sie in meinem Herzen, atmete sie in jedem Moment,
und wusste, dass trotz aller Fesseln die Liebe präsent bleibt … lebendig … aufrichtig … unvergänglich …
Ich sah sie im Spiegel des Wassers
Ich sah sie im Spiegel des Wassers …
in jedem kleinen Fluss, der an mir vorbeifloss,
in jedem Regentropfen, der mein Gesicht am Morgen berührte,
in jeder Welle, die am Ufer der Erinnerung zerbrach …
Ich lebte sie dort …
in jeder Bewegung des Wassers, in jedem Spiegelbild,
bewahrte sie wie das Meer seine Perlen,
als wäre sie ein ewiges Geheimnis, das niemand enthüllt …
das Geheimnis einer Liebe, der ihre Freiheit verwehrt war …
Jede Welle, jeder Tropfen, jedes Spiegelbild
erzählt mir etwas über ihr Herz, ihre Fesseln, ihre verlorene Freiheit,
erzählt von einem Moment, der nicht vollendet wurde,
von einem Herzschlag, der nicht entfesselt wurde,
von einer aufrichtigen, stillen, verborgenen Liebe …
Ich atmete sie! Im Wasser sah ich sie, in jedem Regentropfen,
hörte ihr Echo im Plätschern des Flusses,
sah ihr Lächeln in jeder Wellenbewegung,
und erkannte, dass diese Liebe …
trotz aller Fesseln, trotz allem Unmöglichen …
immer noch lebendig, aufrichtig, unvergänglich, präsent in meinem Herzen ist …
Bewahre sie … lebe sie … halte sie als Geheimnis zwischen den Wellen,
wie die Nacht die Geheimnisse der Sterne bewahrt,
wie der Regen die Geheimnisse der dürstenden Erde bewahrt …
Ja … ich tat es …
Ich bewahrte sie, liebte sie, lebte sie, schützte sie,
auch wenn sie fern blieb, auch wenn ihre Liebe zwischen Fesseln eingeschlossen blieb …
Und jede Nacht …
ergab ich mich der Vorstellung …
lebte sie mit mir …
erweckte sie in meinem Herzen …
atmete sie wie ein Liebender seine Luft ein,
als würde jeder Atemzug sie zu mir tragen, zu meinem Herzen …
Ich erinnerte mich …
dass wahre Liebe niemals stirbt …
Es bleibt still …
Es bleibt still …
wie die Wellen am Ufer, die kommen und gehen ohne Ende …
wie das Licht, das durch ein Fenster in einem dunklen Raum fällt,
etwas in mir erleuchtet, das niemand sieht …
wie ein Traum, der präsent bleibt, trotz aller Fesseln, trotz allem Unmöglichen …
Die Nacht flüstert mir zu:
Die stille Liebe ist präsent …
auch wenn du sie nicht berührst, auch wenn du sie nicht besitzt …
auch wenn sie nur eine Illusion bleibt …
Ich lebte sie in meiner Vorstellung, bewahrte sie in meinem Herzen,
und wusste, dass jeder Herzschlag, jeder Atemzug, jeder Traum
Zeuge der Aufrichtigkeit dieser Liebe ist, ihrer Zartheit und Stärke zugleich …
Die Wellen flüstern am Strand:
Alles vergeht … jeder Moment … jeder Herzschlag …
Ja … jeder Moment stiller Liebe, jeder geheime Herzschlag, jede lebendige Illusion …
Ich bewahrte sie, liebte sie, lebte sie, schützte sie,
und erkannte, dass trotz aller Fesseln, trotz allem Unmöglichen, trotz der Distanz …
die Liebe präsent, lebendig, unvergänglich, still und doch echt ist …
So lernte ich, dass Liebe nicht unbedingt im Zusammentreffen gelebt werden muss …
dass sie nicht nach Glück oder Schmerz bemessen wird …
sondern nach der Aufrichtigkeit, die wir tief in uns tragen,
nach dem Herzschlag, der beweist, dass das Herz lebendig war, als es liebte …
und dass das Leben schöner war,
auch wenn die Liebe nur eine Illusion war,
oder eine Liebe, die ihre Freiheit nicht erhielt,
oder ein Herz, das zwischen Fesseln gefangen blieb …
Das war unsere Geschichte …
eine aufrichtige Liebe,
eine schmerzhafte Illusion,
eine Freiheit, die nicht verwirklicht wurde …
aber sie lehrte mich, was Liebe bedeutet …
was Warten bedeutet, was Geduld mit dem Herzen bedeutet,
wie man liebt, ohne zu besitzen,
wie man vertraut, ohne zu besitzen,
wie man einen Traum bewahrt, selbst wenn er nicht uns gehört …
Das ist wahre Liebe …
nicht im Besitz, nicht im Treffen, nicht in der Vollendung …
In der stillen Gegenwart …
Nicht im Besitz, nicht im Treffen, nicht in der Vollendung,
sondern in der aufrichtigen Gegenwart, im Herzschlag, der weitergeht,
in der Fähigkeit, zu lieben trotz aller Fesseln …
Die Wellen flüstern am Ufer:
Jeder Moment stiller Liebe,
jeder gefangene Traum, jede lebendige Illusion …
Es genügt, sie im Herzen zu tragen,
mit ihr zu leben, sie zu bewahren,
denn sie ist Zeuge unserer Aufrichtigkeit,
unserer Präsenz,
unserer Fähigkeit zu lieben …
Und der Wind zieht durch die Bäume und flüstert:
Liebe ist präsent, lebendig, unvergänglich …
Auch wenn sie hinter Mauern bleibt, die nicht geöffnet wurden,
auch wenn sie in Illusion, Schweigen und Fesseln gefangen bleibt …
Liebe ist präsent … aufrichtig … unvergänglich …
Eine Frau aus Licht
Der Abend senkte sich langsam über die alten Straßen von Damaskus, als er die kleine Galerie betrat, versteckt zwischen zwei schiefen Backsteinmauern. Drinnen war kein Lärm, nur leise Musik aus einem alten Gerät in der Ecke, durchzogen vom Duft von Leinöl und altem Lack. Plötzlich blieb er stehen, als hätte ihn etwas mitten im Traum festgehalten.
Dort hing sie, an der gegenüberliegenden Wand, in einem alten, kunstvoll geschnitzten Rahmen, dessen Gravuren an Flügel erinnerten. Inmitten des Rahmens schritt eine Frau auf ihn zu, ruhig und sicher, in einem weißen, weiten Kleid, das wie ein Schimmer aus unberührtem Stoff wirkte. Hinter ihr flossen die Farben wie ein Himmel, der sich auf die Morgendämmerung vorbereitet, die Arme weit geöffnet für ein Licht, das nicht von außen kam, sondern aus ihr selbst strahlte.
Der Rahmen, abgenutzt von unzähligen Händen, bewahrte dennoch etwas von seiner ursprünglichen Würde. Seine verwobenen Verzierungen wirkten wie Flügel, die den Traum darin beschützten. Im Inneren stand die Frau barfuß, als würde die Erde ihren Schritten gehorchen. Ihr Teint leuchtete in einem Licht-Schatten-Spiel, ihr Haar fiel wie Weizen in der Abendsonne über ihre Schultern. Ihr Blick vereinte Ruhe und Geheimnis zugleich – wie eine Einladung und eine Mahnung.
Er blieb stehen, gebannt, als hätte der Moment ihn aus der Zeit gerissen, in eine Geschichte ohne Anfang und Ende. Die Leinwand war nicht zum Sehen da – sie war zum Fühlen. Etwas in ihrem Ausdruck erinnerte ihn an jene, über die er lange geschwiegen hatte, etwas in ihr lächelte wie eine Erinnerung an stille Freude oder eine heimliche Überraschung.
Er machte einen Schritt vorwärts und murmelte zu sich selbst:
– Sie geht auf mich zu, nicht ins Licht… als kenne sie den Weg, den ich vergessen habe.
Sie trat näher, stellte sich neben ihn und lauschte dem Puls der Stille zwischen den Farben. Leise, mit einem Hauch von Spiegelung in den Augen, sagte sie:
– Sieh mich an… nichts in mir ist gekünstelt, weder Bewegung noch Lächeln. Alles ist einfache Wahrheit, als hätte der Maler nicht eine Frau, sondern Reinheit gemalt.
Er flüsterte:
– Vielleicht hat er eine Idee von Schönheit gemalt, bevor sie jemand sah.
Ihre Blicke trafen sich in tiefem Schweigen. In diesem Moment fühlten beide, dass das Bild mehr war als visuelle Schönheit – ein Geheimnis, das nur sie teilten, unausgesprochen. Es war, als würde die Frau im Rahmen ihnen zuhören und still lächeln.
Als er die Galerie verließ, war die Nacht bereits wie ein dunkler Samtvorhang über die Stadt gefallen. Die Luft roch nach feuchten Gassen und ein Hauch Oud-Musik drang von einem nahen Café. Er ging schweigend über den Kopfsteinpflasterweg, eingetaucht in das Echo dessen, was er gesehen hatte.
Leise flüsterte er, als fürchtete er, das Bild könnte es hören:
– Merkwürdig, wie ein stummes Gesicht das in mir wecken kann, was ich längst für eingeschlafen hielt…
Sie antwortete nach kurzem Zögern:
– Weil Schönheit nicht die Augen anspricht, sondern das, was dahinter liegt.
Und er fügte hinzu, während er sie seitlich ansah:
– Manchmal sehen wir in einem Bild Dinge, die wir niemandem auszusprechen wagen.
Er lächelte, spürte, wie ihre Worte eine verborgene Stelle in seinem Herzen berührten – die Stelle, die er stets mied, wenn er dem Eingeständnis zu nahe kam. Seine Schritte folgten einem leisen Rhythmus, die Nacht war sein vertrauter Begleiter.
In seinem Geist ging die Frau im Bild weiter, unaufhörlich, in ihrem weißen Kleid, die Augen funkelnd wie eine unruhige Erinnerung. Sie war nicht mehr nur auf der Wand – sie ging seinen Weg entlang, wie ein Schatten eines Traums, dessen Deutung noch ausstand.
Als er sich vom Ausstellungsraum entfernte, blickte er zu einem weit entfernten, noch beleuchteten Fenster und dachte:
Vielleicht war diese Frau selbst der Traum… der Traum, der seinem Geständnis vorausgeht und es vorbereitet.
Und sie schien schweigend neben ihm zu gehen, mit jenem geheimnisvollen Lächeln, das unaufhörlich strahlt, als wüsste sie, dass Bild und Spiegel der Erinnerung zu einem kleinen, stillen Dialog geworden waren… der sich langsam in die Tiefen des Traums einwebte.
Eine Frau aus Licht
Ich betrat die Galerie, als würde ich die Brust meiner Geliebten betreten.
Ich suchte kein Bild,
ich suchte mein verlorenes Gesicht in einer Frau, die ich nicht kannte.
Da war sie,
hängend an der Wand wie ein Gebet, das vom Himmel fällt.
Ihr Gesicht — nein, kein Gesicht —
sondern ein offenes Fenster zum Morgen,
zu einem Licht, das Weiblichkeit atmet und langsam auf mein Herz zugeht.
O Frau aus Licht,
weißer Glanz, der am Rand des Traums wandelt,
welcher Maler wagte es, dich zu zeichnen?
Welcher Wahnsinn ließ diesen Körper strahlen?
Welches Geheimnis ließ dich so ruhig lächeln,
als würde die Welt zwischen deinen Lippen zerfließen?
Das Bild war nicht gemacht, um still an der Wand zu bleiben —
es blühte.
Ich hörte ihre Stimme aus der Tiefe der Farbe,
ein zarter Laut, der aus der Lunge der Wolken kam und mir sagte:
„Komm näher… wenn du glaubst, dass Schönheit wehtun kann.“
Ich trat näher.
Ich schwöre, sie bewegte sich.
Ihre Augen veränderten sich,
und sie lächelte, als kenne sie meine Erinnerung seit Jahrhunderten.
„Bist du eine Frau oder eine Idee?“ fragte ich.

„Ich bin das, wovor du keine Angst hast zu sagen… und wovon du träumst, es zu berühren“, antwortete sie.
Das Licht schmolz durch meine Finger,
die Farben flüsterten:
„Sie ist nicht im Bild… sie ist in dir.“
Sie trat näher,
und die Luft zwischen uns wurde zu einem Körper.
Ich berührte das Glas,
mein Herz bebte, als hätte es eine Flamme gespürt.
Ihre Haare flossen aus dem Rahmen wie kleine Flüsse aus Gold,
und die Nacht zog sich verlegen zurück.
O Frau, nicht aus Staub geboren,
aus Licht und Duft gemacht,
wie hast du es geschafft, meinen Körper bis zum Zittern zu berühren?
Wie bist du in meine Erinnerung eingedrungen, ohne die Tür zu öffnen?
Ich verließ die Galerie,
doch sie blieb nicht hinter mir.
Sie ging an meiner Seite,
in Weiß,
mit Zügen, die die Bedeutung vor dem Aussprechen berühren.
Die Nacht lag über der Stadt
wie eine Wolke aus feiner Asche,
die die Häuser mit Flügeln schwerer Stille bedeckte.
Doch die Stille war kein Schweigen,
sondern Herzschläge verlorenen Lichts,
die durch die Fenster wie vergessenes Wasser glitten.
Der Wind schlüpfte durch Ritzen in den Wänden,
brachte den Duft von feuchtem Holz,
das Stöhnen alter Farbe
und den Staub der Erinnerung, der sich in den Ecken hielt.
Er saß allein,
die gelbe Lampe über seinen Blättern ermattet,
als ob sie vom Heimweh gealtert wäre,
zitternd wie eine Kerze kurz vor dem Verlöschen.
Er schloss das Fenster,
doch der Wind – eine Seele, die ihren Weg kennt –
schlüpfte durch einen winzigen Spalt,
streifte sanft seine Wange,
trug den Duft des Bildes heran,
ein Licht, das nicht erlosch, seit er es gesehen hatte,
eine Stimme, die noch nicht geboren war.
Er starrte in die Dunkelheit,
und ein zarter Schatten spaltete sich:
Linien, geformt aus Atem und Licht,
bis die Gestalt einer Frau entstand,
aus den Überresten von Traum und Fantasie,
als hätte die Nacht selbst sie auf die Seite seines Bewusstseins gemalt.
Sie sprach, eine Stimme aus der Stille, die Musik kennt:
— Warum verleugnest du mich?
Warst du nicht derjenige, der mich aus dem Schlaf der Wand geweckt hat?
Er zögerte,
als hätten die Worte Angst, nackt seinen Mund zu verlassen,
und flüsterte:
— Du bist ein Trugbild… nur ein Bild.
Sie lächelte,
ein Lächeln, das alles weiß, was nicht gesagt wurde.
Sie setzte sich ihm gegenüber,
und die Dunkelheit verwandelte sich in ein Theater aus Licht und Schatten.
Jede ihrer Bewegungen
zitterte in seiner Brust
wie der erste Atemzug nach langem Weinen.
Sie sagte:
— Wenn du mich als Trugbild siehst,
warum zittert dann deine Stimme?
Warum, jedes Mal, wenn du deine Augen schließt,
wandere ich als unvergängliches Licht durch dich?
Er wandte sein Gesicht ab,
verbarg seine Schwäche im Schatten,
— Weil du mich an das erinnerst, was nicht zu ertragen ist,
an eine Schönheit, die nicht berührt werden darf.

Sie trat näher,
bis ihr Gesicht ihm nah war,
nah wie ein Traum, der sich erfüllen will.
Das Licht spiegelte sich wie auf einer stillen Wasseroberfläche,
und das Wasser breitete sich im Raum aus,
umhüllte ihn,
bis er begriff, dass sie nicht von außen kommt,
sondern aus seinem Inneren.
— Ich erinnere dich an das, was du vergessen hast,
an die Hälfte, die du im Bild zurückgelassen hast,
als du glaubtest, allein der Verstand könne die Schönheit vor dem Verglühen retten.
Stille im Raum
Eine lange Stille wohnt im Zimmer.
Man hört das Schlagen seines Herzens,
das Zittern der Schatten an den Wänden,
das ferne Echo der Stadt.
Der Raum selbst wird zu einem dritten Körper des Gesprächs.
Er spricht,
mit einer Stimme,
zerbrochen wie ein Spiegel, der Licht verliert:
— Wer bist du?
Ein Traum?
Ein Schatten einer Frau,
die ich kannte in einer Zeit,
die nicht die meine war?
Sie lachte leise,
wie Licht, das auf Wasser zerbricht,
und sagte:
— Ich bin das,
was du fürchtest, in dir selbst zu sehen.
Ich bin das Licht,
das durch deinen Schatten blickt,
die Frau,
die sich erst in dir vollendet
und doch unsichtbar bleibt.
Er stand auf,
ging zum Spiegel.
Hinter ihm sah er sie:
Ihre Augen — Spiegel in Spiegeln —
verschlangen die Dunkelheit
und gaben sie als Licht zurück.
Ein Echo der Stille füllte den Raum.
Dann sprach sie hinter ihm,
mit einer Stimme warm,
wie sein eigener Atem,
der von einer langen Reise heimkehrt:
— Je näher du mir kommst,
desto näher komme ich dir.
Und je mehr du dich fürchtest,
desto mehr verschwinde ich in dir.
Wirst du mir heute Nacht nicht vorlesen?
Er drehte sich um.
Sie lächelte,
und ihre Züge lösten sich im Licht auf,
als wäre sie ein Gedanke,
gewebt aus seinem Herzen.
— Ich fürchte,
du wirst verschwinden,
wenn ich dich aufschreibe.
— Nein.
Wenn du mich schreibst,
werde ich bleiben.
Die Worte sind mein zweiter Körper,
und jeder Buchstabe, den du setzt,
ruft mich ins Dasein zurück.
Dann verschwand sie —
wie Staub aus Licht
nach einem späten Sonnenuntergang.
Doch ihr Duft blieb,
wohnte in der Luft,
wie ein Versprechen,
das noch nicht geschrieben ist.
Er schreibt
Er setzte sich an seinen Tisch.
Er griff den Stift,
und die Buchstaben zitterten zwischen seinen Fingern,
leuchteten,
nicht um geschrieben zu werden,
sondern um gesehen zu werden.
Er begann zu schreiben.
Die Worte flossen aus der Dunkelheit,
wie Wasser aus dem Herzen eines Steins,
formten daraus ein lebendiges Bild.
Fantasie vermischte sich mit Realität,
Schatten mit Licht,
Angst mit Sehnsucht,
Mangel mit Vollkommenheit.
Der Wind streifte erneut durch das Zimmer,
berührte seine Blätter,
flüsterte Namen, die er nicht aussprach.
Die alte Lampe leuchtete,
als ob sie verstand, was er schrieb.
So wurde alles im Raum —
Luft, Licht, Papier, Schatten, Stille, Erinnerung —
ein einziger Körper der Liebe,
schlug im Rhythmus des Traums,
gab der Dunkelheit wieder Bedeutung,
und brachte ihm sein verlorenes Gesicht zurück.

