Podiumsdiskussion zum Roman
“Das Museum der verlorenen Tage”
Eröffnung
Im Namen dessen, der aller Anfänge Ursprung ist –
Mit der wärmsten Geste des Willkommens eröffnen wir heute dieses erweiterte Gesprächssymposium, das uns um ein literarisches Werk versammelt, welches Fragen in sich trägt, die weit über die Grenzen des klassischen Romans hinausreichen: den Roman „Museum der verlorenen Tage” des syrischen Schriftstellers und Denkers Numan Albarbari.
Wir begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen des Wissens – Geschichte, Philosophie, Mathematik, Medizin, Astronomie, Architektur, Literatur, Sprachwissenschaft –, die sich heute versammelt haben, nicht um den Roman aus einer einzigen Perspektive zu lesen, sondern um jenen menschlichen und geistigen Fragen zuzuhören, die er eröffnet.
Denn ein wirklich tiefes literarisches Werk lebt nie innerhalb der Grenzen eines einzigen Fachs. Es wird zu einem gemeinsamen Raum, in dem sich Wissenschaften, Erfahrungen und die großen Fragen begegnen, die den Menschen seit seinen Anfängen begleiten.
Unser Ziel in diesem Symposium ist es, den Roman „Museum der verlorenen Tage” auf einen vielstimmigen Tisch des Gesprächs zu legen – einen Roman, der Gedächtnis, Zeit, Identität und Exil erforscht und fragt: Was bleibt vom Menschen, wenn ihm ein Teil seiner Tage abhandenkommt? Ist der Mensch die Summe dessen, woran er sich erinnert, oder die Summe der Spuren, die er in der Welt hinterlässt?
Es sprechen heute mit uns:
Der Autor des Romans: – Numan Albarbari
Die Fachteilnehmer:
– Dr. Lubna, Professorin für Geschichte, spezialisiert auf die Geschichte der Antike und des Mittelalters sowie auf die Geschichte des Erinnerns und der historischen Erzählung. Ihre Aufgabe besteht nicht allein darin zu fragen, ob etwas geschehen ist – sondern ob eine Figur wirklich in ihrer Zeit verwurzelt ist, ob ihre Sprache in ihrer Epoche denkbar wäre, ob der Autor moderne Gedanken in die Vergangenheit projiziert, wie eine Kultur mit Erinnerung und Vergessen umging, und ob eine Gestalt historisches Vorbild oder literarisches Sinnbild ist.
– Dr. Basil, Professor für Geschichtsphilosophie und philosophische Anthropologie. Seine Rolle: die großen Fragen der Figuren zu analysieren, ihre Gedanken mit denen wirklicher Philosophen zu vergleichen, gedankliche Widersprüche aufzudecken, die Tragfähigkeit der Thesen zu prüfen.
– Dr. Karim, Professor für Mathematik und Systemtheorie. – Dr. Salma, Professorin für kognitive Psychologie und Gedächtnisneurowissenschaft. – Dr. Mazin, Professor für Kosmologie und die Geschichte des menschlichen Weltbilds. – Dr. Rim, Professorin für Architektur und die Gestaltung menschlicher Räume. – Dr. Fadi, Professor für vergleichende Literaturwissenschaft und Romankunst. – Dr. Hala, Professorin für Semantik und Diskursanalyse.
